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Gemeinsam mehr erreichen: Altshausen, Aulendorf, Boms und Bad Saulgau gründen interkommunalen Zweckverband „Gewerbe- und Industriepark Oberschwaben“

Altshausen, Aulendorf, Boms und Bad Saulgau sind ab sofort Partner im Zweckverband „Gewerbe- und Industriepark Oberschwaben“ (GIO). Gemeinsam wollen die vier Städte und Gemeinden rund 77 Hektar Gewerbe- und Industriefläche entwickeln – geradezu ein Musterbeispiel für interkommunale Zusammenarbeit, die nicht nur über Gemeinde- sondern gleich über Kreisgrenzen hinweg erfolgt. Die Satzung über die Gründung des Zweckverbandes haben die Bürgermeister der vier Partnergemeinden am vergangenen Dienstag, 18. Juli 2017 im Bad Saulgauer Stadtforum unterzeichnet.

Mit der Unterzeichnung ist die wahrscheinlich wichtigste Etappe auf dem Weg zum interkommunalen „Gewerbe- und Industriepark Oberschwaben“ aber erreicht. „Heute ist ein großer Tag“, freute sich deshalb Professor Walter Zettler, der für das Planungsbüro Lars Consult die Verbandspartner bei der Gründung des Zweckverbandes unterstützt hatte. Die vier Mitgliedsstädte bzw. –gemeinden nutzten eine einmalige Chance, ganz nach dem Motto „divide et parte“ (teilen und partizipieren). Jeder Partner gebe zwar zunächst Kompetenzen an den Zweckverband ab. Und obwohl das nicht von heute auf morgen funktionieren werde, ist Zettler überzeugt: „Sie partizipieren dann natürlich auch am Zweckverband und gewinnen so langfristig“.

Mit dem GIO gemeinsam etwas gestalten möchte der Bomser Bürgermeister Peter Wetzel. „Für unsere Gemeinde ist das ein wahnsinniges Projekt“. Dass man mit dem Zweckverband Kirchturmdenken hinter sich gelassen habe, machte der Aulendorfer Bürgermeister Matthias Burth deutlich. „Vor 15 oder 20 Jahren wären wir einem interkommunalen Gewerbegebiet mit riesigen Vorbehalten gegenübergestanden. Heute sind wir da aber zum Glück deutlich weiter“, so Burth. Genauso sieht es sein Altshauser Kollege Patrick Bauser. Die interkommunale Zusammenarbeit brächte allen Beteiligten Vorteile. „Wenn unsere Bürger in Bad Saulgau oder Aulendorf einen guten Arbeitsplatz finden, dann ist das letztlich auch gut für Altshausen und die ganze Region“. Und für die Bad Saulgauer Bürgermeisterin Doris Schröter ist die Gründung des GIO ein „riesiger Vertrauensvorschuss“ und gleichzeitig eine „große Verantwortung“. Bad Saulgau habe nicht nur den Impuls zur Gründung gegeben, sondern übernehme als größtes Mitglied auch die Federführung innerhalb des Verbandes.

Interkommunale Zusammenarbeit auch über Kreisgrenzen hinweg

Landrätin Bürkle beglückwünschte die Partnergemeinden. Es sei ein riesiger Erfolg, wenn ein Zweckverband in nicht einmal 6 Monaten aus der Taufe gehoben werde. Das zeuge davon, dass die Zusammenarbeit zwischen den GIO-Partnern bereits jetzt sehr gut sei. Bürkle lobte darüber hinaus die Zusammenarbeit mit dem ebenfalls beteiligten Nachbarlandkreis Ravensburg. Auch diese Kooperation funktioniere „hervorragend“.

Dies bestätigte auch Walter Sieger, der als Dezernent Kreisentwicklung den verhinderten Ravensburger Landrat Harald Sievers vertrat. Sieger sprach gar von einem „ICE-Tempo“ mit dem der Zweckverband entstanden sei. Der Zweckverband sei sehr positiv. Gewerbeflächen seien in der ganzen Region knapp. Mit dem Gewerbe- und Industriepark Oberschwaben könne man diesen Druck deutlich reduzieren.

Rund 45 Hektar umfasst die größere Entwicklungsfläche, die sich entlang der B32 (Richtung Ravensburg) vom südlichen Ortsausgang Bad Saulgaus bis in die Gemarkung Boms erstreckt. Weitere 32 Hektar sind in Aulendorf am südöstlichen Stadtrand vorgesehen. Den rechtlichen Rahmen hierfür möchte auch Regionalverbandsdirektor Wilfried Franke schaffen. Hierfür müssen die Flächen noch im Regionalplan Bodensee-Oberschwaben verankert werden, in dem die Weichen für die Flächenentwicklung der ganzen Region für einen langfristigen Zeitraum gestellt werden. Franke ist überzeugt, dass die Zukunft dabei in interkommunalen Projekten wie dem „Gewerbe- und Industriepark Oberschwaben“ liege.

GIO Unterschrift

Besiegelten mit ihrer Unterschrift die interkommunale Zusammenarbeit im Zweckverband „Gewerbe- und Industriepark Oberschwaben“ (sitzend von links): Bürgermeister Patrick Bauser (Altshausen), Bürgermeister Daniel Wetzel (Boms), Bürgermeisterin Doris Schröter (Bad Saulgau) und Bürgermeister Matthias Burth (Aulendorf).

Foto: Stadtverwaltung Bad Saulgau

Wie funktioniert der Zweckverband?

Dass diese Flächen über die kommenden Jahre und Jahrzehnte Schritt für Schritt entwickelt und vermarktet werden, dafür ist künftig ausschließlich der Zweckverband zuständig. Bad Saulgau hält mit 45% den größten Anteil am Zweckverband, gefolgt von Aulendorf mit 30%, Altshausen mit 20% und Boms mit 5%. Beide Flächen (Bad Saulgau und Aulendorf) werden ausschließlich durch den Zweckverband entwickelt und vermarktet. Alle hierfür notwendigen Ausgaben (Planung, Grunderwerb, Erschließung, Vermarktung etc.) trägt der Zweckverband, der diese dann nach dem o.g. Schlüssel auf die Verbandsmitglieder umlegt. Gleiches gilt aber auch beispielsweise für Erlöse aus Flächenverkäufen oder künftige Gewerbesteuereinnahmen.

 

 

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